STATION 10
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Festungswälle und -gräben wie die an der Coesfelder Citadelle bestehen nach alt-niederländischer Art aus Erdwerk, abgestützt durch eine Unmenge an Flechtwerk, Schanzkörben, Lattenrosten, Verschalungen, Planken und Rammpfählen. Daneben wird Holz für den Bau von Palisaden, Brustwehren, Brücken, Booten, Schleusen und zum Heizen benötigt. Ständig muss ausgebessert werden. Da die Coesfelder Citadelle das Zentrum der fürstbischöflichen Macht ist, wird Holz nicht nur für die umfangreichen Kasernenbauten mit Inneneinrichtung benötigt, sondern auch für den ca. 100 Meter langen Residenzbau des Landesherrn. Das Holz wird im Coesfelder Stadthagen oder den Wäldern des Fürstbistums geschlagen. Von Galen zwingt zum Beispiel die Schöppinger Bauern, für die Coesfelder Citadelle Palisaden- und Brückenholz abzuliefern und zu transportieren – im Gegenzug erhalten sie immerhin Steuererleichterungen. Wir wissen, dass allein für die Sanierung der Citadelle in Münster 1672 über 13.000 Palisaden benötigt werden.