STATION 10
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Eine Festung wie in Coesfeld steigt mit ihren Erdwallgürteln langsam auf. Nähert sich jemand der Festung, hat er zunächst ein Glacis (1), ein völlig freies Vorfeld, wie eine Rampe, hochzulaufen. Diese Rampe bricht in eine Brustwehr mit einem Laufgraben (2) ab. Dahinter verläuft der erste Wassergraben (3). Darauf folgen in einem etwas höheren zweiten Festungsgürtel mit Kanonen bestückte Bollwerke, die dreieckig geformten Ravelins (4). Sie sind mitunter geschützt durch eine Contregarde (5), einen Schutzwall, manchmal verbunden mit Kurtinen (6), einem langgestreckten Wall. Vor diese sind manchmal als Schutzwehr noch sog. Collateralravelins (7) gelegt, kleinere Bollwerke. Hinter dieser Anlage folgen weitere Wassergräben (8) und dahinter steigt die innere Festung auf. Diese stellt die letzte Hürde für einen Angreifer dar. Sie ist in Coesfeld quadratisch geformt und durch vier über acht Meter hohe Bastionen (9) mit sog. Kavalieren (10) erhöht. Deren Kanonen können besonders weit nach außen über die Gesamtanlage schießen. Auch diese spitzen Bollwerke sind mit Kurtinen (6) verbunden.
Festungsteile der Citadelle (hier nur für
die nördlichen Festungsteile eingetragen)
1
Glacis
2
Laufgraben
3
Wassergraben
4
Ravelin
5
Contregarde
6
Kurtinen
7
Collateral-
Ravelins
8
weiterer
Wassergraben
9
Bastionen
10
Kavaliere