STATION 12

Bilder der Macht

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Bilder der Macht: politische Kunst

Künstler aller Zeiten müssen mit ihrer Kunst Geld verdienen. Sie nehmen Aufträge von Herrschern und mächtigen Gesellschaftsgruppen an oder aber verhalten sich bewusst kritisch zu ihnen. Künstler verherrlichen gesellschaftliche Zustände oder hinterfragen sie. Herrscher lassen sich oft mit religiösen oder kulturellen Symbolen wie Engeln, Mitra, Schwert oder Herrscherstab darstellen. Von Christoph Bernhard gibt es zudem etliche Porträts zu Pferde. Propaganda, Anpassung und Widerstand lassen sich in den Darstellungen nicht immer klar trennen.
„Propaganda“ nennen wir es heute. Damals sind es einfach Herrscherporträts, die Kraft und Weisheit der Fürsten transportieren und damit Gehorsam und Bewunderung hervorrufen sollen. Heimbach schafft bevorzugt Miniaturen, weniger großformatige Gemälde. Er ist nicht nur für den Münsteraner Fürstbischof tätig, sondern auch für andere europäische Fürsten in Oldenburg, Kopenhagen, Rom, Neapel und Florenz.

Gemälde: Fürsten und Könige

Erzherzog Leopold Wilhelm (Wien 1642, Wien, Kunsthistorisches Museum)

Papst Innozenz X. (Rom 1646, LWL Landesmuseum Münster)

König Frederik III. von Dänemark (Kopenhagen 1659, Schloss Rosenborg)

Königin Christina von Schweden (Kopenhagen 1660, LWL Landesmuseum Münster)

Graf Anton Günther von Oldenburg (um 1670, Kupferstich van Lennep, nach einem verlorenen Heimbach-Gemälde, Oldenburg, Landesmuseum)