STATION 12
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Künstler aller Zeiten müssen mit ihrer Kunst Geld verdienen. Sie nehmen Aufträge von Herrschern und mächtigen Gesellschaftsgruppen an oder aber verhalten sich bewusst kritisch zu ihnen. Künstler verherrlichen gesellschaftliche Zustände oder hinterfragen sie. Herrscher lassen sich oft mit religiösen oder kulturellen Symbolen wie Engeln, Mitra, Schwert oder Herrscherstab darstellen. Von Christoph Bernhard gibt es zudem etliche Porträts zu Pferde. Propaganda, Anpassung und Widerstand lassen sich in den Darstellungen nicht immer klar trennen.
„Propaganda“ nennen wir es heute. Damals sind es einfach Herrscherporträts, die Kraft und Weisheit der Fürsten transportieren und damit Gehorsam und Bewunderung hervorrufen sollen. Heimbach schafft bevorzugt Miniaturen, weniger großformatige Gemälde. Er ist nicht nur für den Münsteraner Fürstbischof tätig, sondern auch für andere europäische Fürsten in Oldenburg, Kopenhagen, Rom, Neapel und Florenz.