STATION 14

Die Jesuiten

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Die Jesuiten: Speerspitze des Katholizismus

Der Jesuitenorden ist Verteidiger des katholischen Glaubens und ein wichtiger Träger der modernen Bildung in Europa. Schon sein Gründer, der Heilige Ignatius von Loyola, ist als Lehrer tätig gewesen. Die Jesuiten führen auch in Coesfeld zusammen mit ihren Schülern Theaterstücke auf. Diese sind alle der katholischen Moral- und Weltanschauung verbunden und kulturelle Höhepunkte.

Auch Fürstbischof von Galen ist als Kind von Jesuiten erzogen worden. Nach seiner Bischofswahl 1650 unterstützt er den Orden intensiv. 1651 muss die Stadt Coesfeld den Jesuiten für ihre Schule Räume im Rathaus zur Verfügung stellen. Noch nach dem Tode von Galens gibt es Spannungen zwischen der Stadt und dem Orden. 1659 gelobt Christoph Bernhard die Gründung eines Kollegs, das eine Zeitlang auch für Klassenräume genutzt wird.

Ehemalige Jesuiten-Kirche, heutige Marktkirche, mit Schulgebäude (Foto: C. Schleypen, in: Coesfeld i. W., Coesfeld ca. 1927)

Jesuitenkolleg, Ignatiuskirche und Gymnasialgebäude in Coesfeld, Blick in Richtung Westen (nach einer Zeichnung von H. Heßelmann, gestochen von Steinmetz und Bornemann, Meißen, ca. 1850-1860, Stadtarchiv Coesfeld)

Plan Coesfelds mit Jesuitenbesitz um 1688: A=Jesuitenkirche, B=Kolleggebäude, C=Gärten (Landesarchiv NRW, Münster)

Die Besitzungen des Jesuitenordens 1663 (Coesfeld 1197 – 1997, Bd. 1, Münster 1999, nach dem Urkataster von 1826)

Die Jesuitenbauten 1666-1725 (Coesfeld 1197 – 1997, Bd. 1, Münster 1999, nach dem Urkataster von 1826)

Gewölbeschlusstein der ehemaligen Jesuitenkirche St. Ignatius, heutige evangelische Kirche am Markt (Foto: G. Seggebäing)

Wetterfahne auf der Jesuiten- bzw. Marktkirche (aus: 150 Jahre Evangelische Kirchengemeinde Coesfeld, Bochum 1989)