STATION 2

Die Festungsgräben

Die Festungsgräben

Die Festungsgräben

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Die Coesfelder Citadelle war damals von zwei bis drei Festungsgräben umgeben. Der Hauptgraben ist ca. dreißig Meter breit und 2 bis 2½ Meter tief. In der Mitte des Grabens befindet sich eine tiefere Stelle, die das Durchschreiten des Grabens verhindern soll. Die Seiten der wassergefüllten Festungsgräben sind mit Weidenruten, Baumwurzeln und Rammpfählen verstärkt. Die notwendige Festigkeit der Wälle wird durch eine Mischung von Sand, Lehm und aufgeschütteten Bruchsteinen erreicht. Besonders kritische Stellen werden mit Mauerwerk verstärkt. Die Schleusen, Werke und Wasserbären bestehen ebenfalls aus Mauerwerk. Die Gräben sollen so beschaffen sein, dass Angreifer sie weder durch Zuschütten noch durch Brücken oder Sturmleitern überwinden können. Die Breite der anderen Gräben hängt oft von der benötigten Erdmasse für die davor liegenden Wälle ab.
Noch bis ins 20. Jahrhundert hinein sind die Auswirkungen der Festungsgräben spürbar. Im Bereich des Wohngebiets Citadelle und südlich der Wetmarstraße sind wegen des feuchten Untergrundes erst spät Bebauungen möglich. Teiche und Teichreste werden erwähnt und viele in Plänen festgehalten. Noch heute sieht man nördlich des Stadtparks im Verlauf des Brinker Baches die Reste eines alten Festungsgrabens.

Das Grabensystem einer Citadelle im Querschnitt

Das Grabensystem einer Citadelle
im Querschnitt

Das Grabensystem einer Citadelle im Querschnitt