STATION 3

Die Toranlage

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Die Toranlage

Das Torhaus wurde vermutlich vom Festungsbaumeister Bernhard Spoede errichtet. Es soll beeindrucken und ist zentral für die Selbstdarstellung des Fürstbischofs als außenpolitischem Akteur in Europa. Die Grundsteinlegung findet am 17. Juli 1656 statt. Anwesend sind alle hohen Würdenträger des Fürstbistums.

Die Torhaus-Zeichnung von Pictorius zeigt ein Gebäude, das mehr Prachtbau als Festungswerk ist. Es kann als frühes Beispiel römischen Barocks im Münsterland betrachtet werden. Von der Rückseite könnte es auch wie eine dreischiffige Kapelle gewirkt haben. Das Portal ist mit Baumberger Sandstein verkleidet. In der oberen Nische steht die Figur des Heiligen Ludgerus, links darunter des Hl. Paulus und rechts davon des Hl. Maximus.

Der Durchgang ist 23 Meter lang, drei Meter breit und wahrscheinlich durch Holztore gesichert. Im Torhaus befinden sich wohl auch Räume für Wachpersonal und Geräte.

Hier kann man sich das Torhaus anschauen, wie es damals nach einer Zeichnung von Pictorius aussah! Dazu den Button anwählen und mit der Handy-Kamera die heutige Ruine überblenden.

Torhaus der Citadelle, wie es ausgesehen haben kann. (Gemälde von Friedhelm Becker 2024)

Federzeichnung des Ingenieurs Peter Pictorius d. Ä. (um 1660, LWL-Landesmuseum Münster)

Statue des Hl. Ludgerus, ehemals am Torhaus, jetzt am Walkenbrückentor (Foto G. Seggebäing)

Verlorene Statuen der beiden Heiligen Paulus und Maximus, ehemals an der Torhausfassade. Letzter Nachweis am heutigen Schwesternfriedhof (Foto: A. Walterbusch vor 1967, Stadtarchiv Coesfeld)

Stahlstich der Torhausruine nach einer Zeichnung von H. Heßelmann, gestochen von Steinmetz und Bornemann, Meißen, ca. 1850-1860 (Stadtarchiv Coesfeld)

Feldpostkarte um 1914 (Stadtarchiv Coesfeld)