STATION 3
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1665/1666
1672 - 1674
Das aufstrebende England konkurriert mit den reichen, auf See äußerst erfolgreichen Niederlanden um die Weltmachtstellung und hat auch kontinentale Interessen. Der münsterische Fürstbischof ist daher als Verbündeter gesucht, wird aber mit Skepsis betrachtet.
1675
1677
1665 - 1667
1672 - 1674
Die niederländischen „Generalstaaten“ sind eine Republik, konkurrieren im Welthandel mit England und unterstützen die Stadt Münster bei ihrem Unabhängigkeitsstreben gegen den Fürstbischof. Dessen Rechtsanspruch auf Borculo erkennen sie nicht an und rivalisieren politisch wie religiös um Emsland und Ostfriesland. Man hat aber auch ein gemeinsames Interesse gegen Schweden.
1675 - 1678
Der protestantische dänische König liegt in dauerndem Streit mit Schweden und stützt sich gerne auf die Angebote des münsterischen Fürstbischofs. Bei dessen Angriff auf die Niederlande 1672 dringt man auf die Einhaltung des Westfälischen Friedens.
1658 - 1668
1652 - 1654
1675 - 1678
Das protestantische Schweden unterstützt seit dem 30jährigen Krieg militärisch erfolgreich die Glaubensbrüder in Deutschland. Trotz der gemeinsamen Mitgliedschaft im Rheinbund rivalisierten Schweden und Christoph Bernhard heftig um die nördlichen Territorien wie Vechta, Verden und Wildeshausen.
1664/1665
1671, 1675
1676/1677
1665
1672/1673
Das protestantische Brandenburg (später: Preußen) pflegt schwierige Beziehungen zum Fürstbischof von Münster. Für diesen sind einige Territorien Brandenburgs im Süden und Osten des Fürstbistums eine dauernde Bedrohung. Im Kampf gegen Schweden ist er jedoch dessen Verbündeter.
1667/1668
1672–1674
1674–1678
Der katholische Sonnenkönig Ludwig XIV. führt Eroberungskriege auch gegen deutsche Staaten und gegen die republikanischen Niederlande. Er findet zeitweise einen Verbündeten im münsterischen Fürstbischof, der jedoch 1674 die Seiten wechselt.
1661
1674 - 1678
1672 - 1674
Die Herrscher des Habsburgerreiches sind Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und Dauerrivalen Frankreichs. Sie verstehen sich als Schutzmacht der Katholischen Kirche. Christoph Bernhard von Galen ist geistig tief mit ihnen verbunden, riskiert aber einmal sogar einen offenen Krieg.
Von Galen spielt eine gewisse Rolle bei den Rivalitäten der Großmächte. Sein Interesse gilt dem Überleben und der Festigung seines katholischen Territoriums, der katholischen Lehre, der expansiven Wiedererlangung ehemals münsterischer Gebiete sowie der Schwächung der Niederlande. Dazu sucht er ständig nach Verbündeten. Seine Schaukelpolitik wird oftmals beklagt.
1661 - 1664
Die Eroberungspolitik islamischer Völker und Staaten ist im christlichen Europa seit dem 8. Jahrhundert gefürchtet. Die Osmanen (Türken) rücken 1663 Richtung Reich und Wien vor. Von Galen unterstützt anders als manche europäischen Staaten den bedrängten Habsburger Kaiser.