STATION 6

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Citadellen von Münster und Vechta

Die Festungsingenieure Spoede und Pictorius waren nicht nur für Coesfeld tätig, sondern auch in Münster und Vechta. Die drei Citadellen wurden von Christoph Bernhard aus sehr unterschiedlichen Gründen gebaut: Die Ludgerusburg in Coesfeld liegt strategisch günstig und schützt seine neue Residenz. Vor den Toren Münsters baut er ab 1661 eine Citadelle, die die nach Unabhängigkeit strebende Bürgerschaft Münsters unter seiner Gewalt halten soll. Die Festung in Vechta wiederum dient ab 1666 als Vorposten gegen die protestantischen dänischen und schwedischen Nachbarn. Alle drei Citadellen sind an der niederländischen Festungsbaukunst orientiert und weisen sehr ähnliche Formen auf. Die Anlage in Vechta wurde in dem Projekt Zitadellenpark touristisch erschlossen und eine vollständige Bastion rekonstruiert, in Münster sind der Schloss- und Kastellgraben rund um den Botanischen Garten sowie der gesamte Schlossplatz als Überreste der Citadelle erkennbar.

Citadelle und Stadt Münster um 1680 (Federzeichnung P. Pictorius, LWL-Landesmuseum)

Vogelschauansicht Citadelle Vechta 1697 (Staatsarchiv Oldenburg)

Bourtange, niederländisches Museumsdorf. Die Citadelle wurde in den 60er Jahren als Projekt der Stiftung Groninger Landschaft wieder aufgebaut.  (Foto User Bourtange~nlwiki via Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 3.0)