STATION 6
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Der Baumeister der Coesfelder wie auch der Münsteraner und Vechtaer Festung ist der Ahauser Bernhard Spoede. Christoph Bernhard lässt ihn auf eigene Kosten in Deventer ausbilden und ab 1655 die Citadelle planen und erbauen. Zur Begutachtung lässt er aus Amsterdam jedoch auch den führenden Festungsingenieur Henrik Ruse 1656 nach Coesfeld kommen. Spoede als unbedingter Vertrauter des Fürstbischofs ist maßgeblich am Sieg von Galens über Münster beteiligt und baut die beiden Kapellen des großen Coesfelder Kreuzweges. Er heiratet die Coesfelderin Anna Vöcking und scheint ein resoluter Mann gewesen zu sein.
Der Stellvertreter Spoedes als Landmesser, Militärarchitekt und Festungsbaumeister ist der Däne Peter Pictorius (evtl. Künstlername). Er tritt 1657 in die Dienste von Galens und ist ein begabter Zeichner und Kartograph. In Coesfeld ist er besonders durch den nicht ausgeführten Plan eines Schlosses in der Ludgerusburg und die Zeichnung des Torhauses bekannt. Seine Liebe und Heirat mit der Coesfelderin Elisabeth Dörholt wird dichterisch ausgeschmückt. Er hat mit ihr neun Kinder und wohnt lange Jahre in Coesfeld. Unter Spoede führt er technische Details aus, beaufsichtigt die Bauarbeiten und folgt ihm auf Kriegszügen. Als Hofarchitekt kann er nicht bezeichnet werden.