STATION 11

Ein Gewissensgutachten

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Gewissensgutachten zum Angriffskrieg

Die Zeit der Konfessionskriege ist vorbei. Frankreich, Brandenburg (Preußen) und Schweden führen aber weiter Eroberungskriege. Als Bischof befolgt von Galen die päpstlichen, pastoralen Anweisungen, als Fürst entscheidet er politische Fragen selbst.

1672 will Frankreich Holland angreifen. Der Fürstbischof argumentiert, im Bündnis mit Frankreich einen Angriff des protestantischen Hollands auf das katholische Münsterland abwehren zu können. Von Galen sieht dies als Chance, Borculo ins Fürstbistum zurückzuholen. Er stellt seinem Beichtvater folgende Fragen: Ist es mit dem Gewissen vereinbar, den Krieg zu beginnen, das Leben seiner Soldaten zu riskieren und sein Domkapitel zu übergehen? Pater Körler bejaht die Fragen. Aber: Er solle den Papst um Rat fragen. Der Papst jedoch ist wie Domkapitel und Landtag gegen ein Bündnis mit Frankreich. Der Fürstbischof schließt dennoch das Angriffsbündnis mit Frankreich ab.

Reitender Fürstbischof von Galen in Rüstung, einen Kommandostab haltend (Kupferstich nach 1661, Det Kongelige Bibliothek Kopenhagen)

Rüstung von Galens mit „ungarischem Helm“ um 1660/1670 (Stadtmuseum Münster, Leihgabe Kölnisches Stadtmuseum)