STATION 11

Was bleibt?

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Katholizismus im Bistum Münster

Flächendeckend arbeiten im Bistum zwölf Niederlassungen der Jesuiten und Kapuziner. In den Pfarrgemeinden helfen sie in der Seelsorge, bieten Volksmissionen an und gründen Gebetsbruderschaften. Von Coesfeld aus betreuen die Jesuiten vier Missionsstationen in der Region. Coesfeld selbst hat sich seit dem Mittelalter zu einer Klosterstadt entwickelt. Etwa 30% der Fläche der Stadt sind im 17. Jahrhundert in kirchlichem Besitz. Die Stadt bildet für das Westmünsterland jetzt ein geistliches Zentrum.

Politik und Religion

Von Galen legt bis zur französischen Revolution die Grundlagen für die staatliche Selbstständigkeit: Festungsbauten und ein stehendes Heer mit moderner Artillerie sichern die Souveränität des Fürstbistums. Durch Disziplinierung und verbesserte Ausbildung gewinnt er reformfreudige Priester. Sonntagsgottesdienste mit Predigten und Schulpflicht fördern Glaubenskenntnisse und Bildung der Bevölkerung. Er vertieft die Volksfrömmigkeit und verwurzelt damit den Katholizismus im Münsterland bis weit ins 20. Jahrhundert. Der Bischof versucht, die religiöse Lebensführung der Gläubigen von der Taufe bis zum Begräbnis zu steuern.

“Das ungeheuere Wunder”, Figurine von Galens als Fürst und Bischof im Stadtmuseum Coesfeld (Arbeit einer Coesfelder Künstlergruppe, Foto: G. Seggebäing)