STATION 5
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In vielen Verhandlungsrunden versuchen die Vertreter der Stadt zu verhindern, dass für den Bau der Citadelle Gartenland vernichtet wird.
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2. August
7. August
9. August
13. August
27. August
28. August
29. August
30.-31. August
6. September
Im Westen der Stadt am Süringtor finden Arbeiten für eine Verstärkung der ehemals hessischen Bollwerke statt, wodurch Berkel und Umflut stark behindert werden.
Vorgeschichte
Die Coesfelder müssen bestürzt zusehen, wie nun plötzlich auch im Norden am Viehtor unentbehrliches Gartenland für eine neue Festung vermessen wird.
Der sofortige städtische Einspruch wird abgewiesen: Es werde Entschädigungen geben. Eine Rats- und Bürgerversammlung beschließt eine Protestnote.
Verhandlungsrunde 1
Vertreter der Stadt werden vorgeladen und ein Angebot auf Entschädigung durch Geld oder Tausch wird vorgelegt. Die Stadtvertreter weisen u. a. darauf hin, dass ein ähnlich guter Boden kaum in der Nähe zu finden sein dürfte.
Verhandlungsrunde 2
Die Stadtvertreter werden noch einmal vorgeladen und belehrt, dass der Bau einer Festung dem Schutz und Wohlstand der Stadt diene und das Angebot anzunehmen sei. Die Gartenbesitzer sollen sich nunmehr für die Abwicklung melden.
Verhandlungsrunde 3
Die Beamten des Fürstbischofs sichern zu, alle Schäden vollständig zu bezahlen und Ersatz auch für entfallende städtische Örtlichkeiten zu beschaffen. Die Stadtvertreter ergänzen und bekräftigen ihren Protest.
Verhandlungsrunde 4
Nach einer Wartezeit von drei Stunden werden die Stadtvertreter vom Fürstbischof persönlich angehört. Er bekräftigt, dass mit den Arbeiten fortgefahren würde. Festungsbau sei auch nach kaiserlichem Befehl eine Pflicht des Landesherrn. Die Besetzung durch die Hessen und der Festungsbau der Holländer zeige deutlich genug die Notwendigkeit auf. Man solle der Obrigkeit nunmehr gehorchen, die Bürger seien ruhig zu halten.
Verhandlungsrunde 5
Nach einer feierlichen Messe beginnen die Bauarbeiten. In der Stadt wird beschlossen, ein Gutachten in Auftrag zu geben und die Landstände zu informieren. Man berichtet auf Nachfrage des fürstbischöflichen Hofes, dass es in Coesfeld keine Interessenten für eine Abwicklung der Gärten gebe.
Verhandlungsrunde 6
Von den Kanzeln der Coesfelder Kirchen lässt der Fürstbischof den scharfen Aufruf verlesen, dass man sich wegen der Entschädigungen innerhalb von acht Tagen zu melden habe. Ansonsten verfielen alle Ansprüche!
Verhandlungsrunde 7
Eine städtische Abordnung begibt sich nach Münster, um dort rechtlichen Beistand zu erlangen. Die Juristen erstellen zwar ein Gutachten, mögen jedoch ihren Namen nicht daruntersetzen. Man verweist auf die Universität Köln.
Verhandlungsrunde 8
Das für Coesfeld günstige Gutachten aus Köln wird dem Fürstbischof vorgelegt. Der verspricht, es lesen zu wollen. Es hat aber keine Wirkung und der Citadellenbau wird fortgesetzt.
Verhandlungsrunde 9