STATION 5
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Wir haben Nachrichten, dass Coesfelder Bürger mit ca. 7000 Talern entschädigt wurden. Allerdings gehen die Pächter von Ländereien leer aus! Außerdem sollen für den Ausbau der Stadtbefestigung und die neue Citadelle fast 45 Hektar nutzbares Land vergraben worden sein. Das ist fast so viel wie die Fläche des gesamten alten Stadtgebiets innerhalb der heutigen Promenade. Die Lage der Gärten, Äcker, Weiden und Bleichen (zum Ausbleichen der Wäsche und des frisch gewebten Leinentuchs) ist vor den Stadttoren konzentriert, da die Coesfelder – bis zur Sperrung der meisten Tore durch den Fürstbischof – nur durch sie vor die Stadt gelangen. Die Ländereien für die Citadelle selbst befinden sich vor dem Viehtor. Dieses Gelände der Citadelle gehört dem Kloster Varlar, das es verpachtet hatte und in Stadtlohn einen Ausgleich bekommt. Den Coesfelder Pächtern nützt auch das wenig. Nach einer Einschätzung wurde nur ca. ein Viertel des Schadens ausgeglichen.
Diese Karte aus dem Jahr 1701 zeigt die zu Festungszwecken vergrabenen Grundstücke an der Stadtmauer Coesfelds (zusammen vielleicht ca. 8 ha), nicht also die auf dem Gelände der Citadelle gelegenen Flächen. Welche Flächen bereits von den Hessen vergraben wurden, ist unklar. Das Tor ganz rechts im Bild ist das Walkenbrückentor mit dem Einfluss der Berkel und einer Mühle. Oberhalb findet sich die Beschriftung (modernisiert): „Nr. 4. Von Viehe- bis Falkenbrüggenpforten 8 Scheffel [Roggensaat, umgerechnet ca. 1100 qm]. Dieses alles ist eine hochfürstliche Fischerei.“ (Archiv des Klosters Varlar)